27.11.2006 - VBSC und BSST Staatsmeister 2006
11.12.2006 - Halbmarathon - Andrea Zweibrot läuft Rekord
Diese Seite wird besonders oft von blinden und sehbehinderten Personen aufgerufen, darum ist das Erscheinungsbild auch gezielt auf deren Bedürfnisse abgestimmt.
Dazu ein paar Hinweise zum Aufbau:
- In der obersten Zeile befinden sich Links, mit denen man das Erscheinungsbild der Seite verändern kann (heller, größer, andere Schriftart, ..)
- Links oben befinden sich eine oder zwei Zeilen mit wichtigen, aktuellen Informationen. Ankündigungen für aktuelle Veranstaltungen oder ähnliches
- Wichtige Kurzmeldungen finden Sie unter "Home" im Hauptfenster. Zur Detailinformation ist ein Link gesetzt.
- Es gibt zwei Linkleisten: Eine Leiste für allgemeine Informationen am linken Bildschirmrand und eine zweite zu den Sportarten, diese ist waagrecht und schließt direkt an das Wort "Sportarten:" an
- Zu Informationen über Veranstaltungen gelangen Sie am besten über Termine
- Am rechten Bildschirmrand befinden sich zwei Fenster, wo die drei letzten und die drei nächsten Veranstaltugen direkt anwählbar sind
Leider sind die Formen der Sehbehinderungen zu verschieden, dass immer wieder ein Kompromiss eingegangen werden muss - hinzu kommen die berechtigten Wünsche normalsehender Benutzer.
Um diese Gratwanderung zu meistern, lassen wir unsere Seiten ständig von verschiedenen sehbehinderten und blinden Menschen überprüfen. Sollten Sie dennoch auf Schwierigkeiten bei der Benutzung stoßen, kontaktieren Sie uns bitte umgehend: webmaster@blindensport.at
Zuallererst versteht man - auch auf internationaler Ebene - Blindensport (blind sport) als kurzen und einprägsamen Begriff für „Sport für stark sehbehinderte und blinde Menschen". Dies ist somit keine Diskriminierung sehbehinderter, aber nicht blinder Menschen, sondern nur eine sprachliche Erleichterung, die zugegeben - für nicht Eingeweihte - immer dieser Erläuterung bedarf.
Blindensport ist aus mehreren Gründen keine willkürliche Assoziation sportlich Interessierter, die zufälligerweise blind oder stark sehbehindert sind:
- Menschen lernen durch Nachahmung: Ab einem gewissen Grad an Sehschwäche kann man von anderen Menschen nichts mehr „abschauen" und nachmachen. Darum müssen solche Menschen gezielt trainiert werden, um bestimmte Dinge „richtig" oder überhaupt machen zu können (zB einen Ball werfen).
- Menschen brauchen Bewegung: Viele Formen der Bewegung sind für blinde Menschen, aber auch für Sehbehinderte, alleine unmöglich oder sehr gefährlich, zB Laufen, Radfahren, Skifahren .... Sie brauchen darum Begleiter.
- Moderne Menschen machen zuwenig Bewegung: So wie alle sind auch Blinde oft bewegungsfaul bzw. bietet der Arbeitsalltag wenig Bewegungsabwechslung. Blinde sind besonders gefährdet, weil sie sich schwerer allein sportlich betätigen können und vorwiegend sitzende Berufe ausüben, damit mehr Ausgleich benötigen.
- Menschen brauchen den Vergleich mit anderen: Sport ist nicht die einzige, aber eine der geeignetsten Möglichkeiten, sich spielerisch zu messen. Viele „völlig" gesunde Menschen sehen darin einen bloßen Konkurrenzkampf, ein immer Besser-Sein-Wollen u.ä. - das ist mitunter auch der Fall. Für behinderte, besonders für blinde Menschen kommt aber hinzu, dass sie im Alltag wenig Vergleichsmöglichkeiten haben, bzw. sich oft nur als Bittsteller und Hilfloser empfinden müssen. Selbstwert kann sich nur entwickeln, wenn ein Maß zur Verfügung steht und die Möglichkeiten, sich und seine Fähigkeiten zu entwickeln und zu steigern - Sportskollegen sind dann nicht Konkurrenten, sondern auch Maßstab, wo man sich einordnen kann, Freunde, mit denen man sich weiterentwickeln und sich daran erfreuen kann.
- Nicht alle Augenerkrankungen lassen alle sportlichen Betätigungen uneingeschränkt zu, weil Erschütterungen, Stöße oder hohe Anstrengungen das Auge in seiner Funktionalität beeinträchtigen können. Das Gefahrenpotential muss vom Facharzt geklärt werden! Wobei ein Bewegungsverbot niemals verordnet werden kann, weil es dem Menschen insgesamt mehr schadet als damit Sehkraft erhalten werden kann.
- Schließlich gibt es auch Sportarten, die nur „blind" ausgeführt werden „dürfen", wie Torball oder akustisch gesteuertes Sportschießen. Auch das hat seinen Reiz, wenn normalsehende mit verbundenen Augen die Welt eines Blinden erleben können - in der vieles zu laut und manches zu leise geworden ist!
Innerhalb des Blindensports ist es somit möglich, sehr viele Aktivitätsbedürfnisse von Sehbehinderten abzudecken, von der Leichtathletik, über Schwimmen, Skifahren bis hin zum Schießen oder Kegeln.
www.blindensport.at soll eine Plattform sein, allen Sehbehinderten, die sportlich aktiv sein wollen, eine Auswahl an Sportarten, Trainingsgruppen, Vereinen und Veranstaltungen anzubieten oder bekannt zu machen.
Dies ist eine ständige Aufbauarbeit - bitte unterstützen Sie uns dabei!
Aufgaben des Fachausschusses Blinden- und Sehbehindertensport
- Verbreitung des Sportangebotes für Blinde- und Sehbehinderte in allen Regionen Österreichs
- Nationale Anlaufstelle/Vertretung einer Behinderungsgruppe auf allen Sportebenen und Beratung aller Institutionen in behinderungsspezifischen Fragen
- Der FAUS (Fachausschuss) muss den Kontakt zum ÖBSV (Österreichischer Behindertensportverband) und zu den Leistungssportreferaten (Bundessportausschuß) für seine Behinderungsgruppe halten
- Der FAUS muss den internationalen Kontakt zum behindertenspezifischen Weltverband IBSA (International Blindsport Association) halten
- Talentsuche auf Anfänger- und Breitensportkursen
- Förderung des Breitensports, Schnupperkurse auf allen Altersebenen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren)
- Administration und Organisation der behindertenspezifischen Sportarten
- Erfassung der betreffenden behinderten SportlerInnen im gesamten Bundesgebiet (incl. Jugend- und Senioren)
- Schaffung und Sicherung eines behindertenspezifischen Sportangebots auf regionaler und überregionaler Basis: Durchführung von Anfänger- und Multisportwochen in allen Sportarten und Durchführung von Anfänger, Fortgeschrittenen- und Kaderkursen in den FAUS-Sportarten
- Organisation und Durchführung behindertenspezifischer Veranstaltungen (Turniere, ÖSTM + ÖM in allen FAUS-Sportarten)
- Beschaffung und Dokumentation international gültiger Wettkampfregeln, Erstellung von Limits, Führung von Rekordlisten in den FAUS-Sportarten
- Erstellung eines Jahres-Arbeitsplanes und Darstellung der Finanzierung desselben
- Förderung von behinderungsspezifischen Aus- und Fortbildungen (ÜbungsleiterInnen, BetreuerInnen), Basiskurse mit verschiedenen Sportarten
- Mitarbeit und Mitwirkung bei der nationalen und internationalen v.a. behinderungsspezifischen Klassifizierung (Regeln, Ausbildungen etc.)
Medizinische Klassifizierung
Es wird in 3 Klassen eingestuft:
- B1 = Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgend einer Entfernung oder Richtung wahrzunehmen.
- B2 = Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5°.
- B3 = Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5° und weniger als 20°.
Alle Klassifikationen werden beim besseren Auge und mit bestmöglicher Korrektur durchgeführt. Unabhängig davon, ob Gläser bzw. Kontaktlinsen während der Sportausübung getragen werden. Die Sportler werden national von Augenfachärzten eingestuft. Nimmt ein Sportler an einer internationalen Großveranstaltung teil (EM, WM oder Paralympics), wird die Klassifizierung von einer authorisierten Person der IBSA (International Blindsport Association) vorgenommen.

16.11.2006 - Österreichs Behindertensportler des Jahres 2006 stehen seit 18. Oktober fest: Sabine Gasteiger (Ski Alpin/Sehbehindert) und Alexander Hohlrieder (Radsport/inkompl. Querschnittsl.). Beide wurden als die besten rot-weiß-roten Athleten des Jahres ausgezeichnet.
Der Behindertensport ist aus politischer und geografischer Sicht föderalistisch organisiert. Der Österreichische Behindertensportverband (ÖBSV) ist die Schnittstelle der Landesorganisationen. Diese Landesverbände wiederum koordinieren die Anliegen der Vereine in den jeweiligen Bundesländern und veranstalten unter anderem auch Landesmeisterschaften. Fünf Fachausschüsse (FAUS) koordinieren die Bedürfnisse aus der Sicht der unterschiedlichen Behinderungen: Amputiertensport, Blinden- und Sehbehindertensport, Cerebralparetikersport, Mentalbehindertensport und Rollstuhlsport. Daraus ergeben sich die Abkürzungen FAUS A, B, C, M, R.Der Schwerpunkt in den Aufgaben dieser Fachausschüsse liegt darin, behinderten Menschen Breitensport zu ermöglichen. Dementsprechend breitgefächert ist unser Angebot. Derzeit sind 38 unterschiedliche Sportarten für Menschen mit Behinderung in unserem Programm!
Um den Anforderungen im Leistungssport gerecht zu werden, hat der ÖBSV Referate eingeführt. Diese sportartspezifischen Referate unterstützen Sportlerinnen und Sportler aus allen sechs Behindertengruppen - also unabhängig von ihrer Behinderung. Sie bilden das wichtige Verbindungsglied zwischen Behinderten- und Nicht-Behindertensport. Im Augenblick arbeiten die Referate Ski (alpin und nordisch) und Schwimmen eng mit den Fachverbänden des Nicht-Behinderten-Sports zusammen. Drei weitere Referate für Leichtathletik, Tischtennis und Radfahren sind im Aufbau. Um die Bedeutung der Ausbildung sowie des Jugend- und Seniorensportes hervorzuheben, haben wir auch dafür je ein Referat vergeben. Der ÖBSV hat sich die Mitgliedschaft in angrenzenden Interessensvertretungen erarbeitet. Seit 1996 sind wir ordentliches Mitglied "mit besonderen Aufgaben" der Bundessport Organisation (BSO). Der ÖBSV ist Mitglied des Dachverbandes aller Behindertenorganisationen Österreichs (ÖAR).
Das Österreichische Paralympische Committee (ÖPC) unterstützt den ÖBSV bei den Paralympics. Diese Olympischen Spiele der behinderten Sportlerinnen und Sportler finden alle zwei Jahre - abwechselnd im Sommer und Winter - unter dem Dach des Internationalen Paralympischen Committees (IPC) statt. Auf europäischer Ebene sind wir im Europäischen Paralympischen Committee (EPC) vertreten. Wir kooperieren mit den Sportabteilungen des "Councel of Europe" in Straßburg und der Europäischen Union in Brüssel.
Der ÖBSV ist mit seinen Behinderungsgruppen auch Mitglied in den internationalen Weltverbänden:
- Cerebral Palsy International Sports and Recreation Association (CP-ISRA)
- Comité International des Sport Silencieux (CISS)
- International Stoke Mandeville Wheelchair Sports Federation (ISMWF)
- International Sports Organisation for the Disabled (ISOD)
- International Blind Sports Association (IBSA)
- International Sports Federation for Mentally Handicapped (INAS-FID)
Organisation
Um die Organisation des Behindertensportes für den Breitensportbereich effektiver gestalten zu können, gibt es im Österreichischen Behindertensportverband 5 Fachausschüsse. Sportler mit Amputationen und anderen Behinderungen am Stütz- und Bewegungsapparat, Störungen des zentralen- und peripheren Nervensystems, für blinde, sehbehinderte und mentalbehinderte Sportler.
Breitensport für Blinde und Sehbehinderte strebt heute mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Unterstützung von Entwicklungsprozessen an, die zur Entfaltung der physischen und psychischen Fähigkeiten des Behinderten beitragen. Sport hat eine enorme Bedeutung in unserem Leben, ohne ihn würden wir körperlich und seelisch verkümmern. Sport ermöglicht die Erreichung einer vollkommenen Entspannung und beinhaltet gleichzeitig friedlichen Kampf, bei dem Aggressionen abgebaut und Niederlagen verkraftet werden.
Mit einer Behinderung Bewegungen zu erfahren und Sport zu treiben, intensiviert nicht nur die positive Körper-Geist-Beziehung, sondern kann zusätzlich zu Selbstverwirklichung und Selbstfindung beitragen. Die Aufgabe der Verantwortlichen im Sport mit Blinden und Sehbehinderten ist stets im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen. Dies gilt für den Freizeit- und Breitensport, dem Leistungssport und vor allem der Jugendarbeit. Junge blinde und sehbehinderte Menschen folgen natürlich den Trends des Freizeitsports, dem Fun- und Adventuresport, den Outdoor-Aktivitäten. Der Fachausschuss ist bemüht, sportartvielfältig anzubieten.
Die Grundsteinlegung dieser Motivation zum Sport und die Erweckung dieses Bewegungs-willens ist die große Herausforderung an alle Trainer, Therapeuten, Eltern und Lehrer, an alle Verantwortlichen im Blindensport. Blindensport ist keine bestimmte, fest umschriebene Aktivität, sondern Bestandteil des Verhaltens und Handelns einer tätigen Person. Die Frage nach dem Sport als Integrationshilfe erübrigt sich, da die Beziehungsstruktur zwischen Sport und Blindensport sich auflösen sollte, mit dem Ziel "SPORT FÜR ALLE"!

27.11.2006 - Die 22. österreichischen Torballstaatsmeisterschaften für blinde und sehbehinderte Damen und Herren wurden am Samstag, 25. November 2006, in der Landessportschule Oö in Linz ausgetragen.
Veranstalter und Durchführer war der OÖ Blindensportclub gemeinsam mit dem OÖ Behindertensportverband. Insgesamt gemeldet haben 11 Herren- und 4 Damenmannschaften (62 Einzelsportler).

09.12.2006 - Die "bsg mondi business paper austria" machte diese Veranstaltung in Neuhofen/Ybbs möglich. Über 250 Starter bewältigten den ca. 9km langen Fackellauf. Der Adventlauf war in 2 Teile gegliedert. Der 1. Teil führte von Mariazell in die Osterrichigemeinde Neuhofen an der Ybbs, Streckenlänge ca. 68km (35 Teilnehmer).

11.12.2006 - Nach einem frustrierenden Halbmarathon im Frühsommer, bedingt durch die Hitzeperiode, wollte Andrea mit ihrer Begleitläuferin Uschi Visconti wieder einen Versuch starten, auch im Halbmarathon eine ansehnliche Leistung zu bringen.

11.12.2006 - Roland Mitterlehner, Goldmedaille in der Klasse bis 110 kg bei der Powerlifting Weltmeisterschaft für Sehbehinderte in Budweis im Oktober 2005, erhielt den großen Sportpreis der Stadt Wien. Am Montag, 11.12., überreichte ihn die Wiener Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin Grete Laska im Wiener Rathaus an den "Kraftlackel" aus Wien.

20.12.2006 - Sabine Gasteiger beginnt die neue Skisaison dort, wo sie die Letzte beendet hat, ganz oben auf dem Stockerl. Wie jedes Jahr fanden auch heuer wieder die EC-Rennen am Pitztalergletscher statt, bei traumhaftem Wetter und wirklich super Pisten. Es standen ein Slalom und zwei Riesentorläufe auf dem Rennprogramm. Sabine gewann alle Bewerbe!

28.12.2006 - Wegen Schneemangel mußten sowohl der Langlaufkurs in Altenmarkt, als auch der alpine Skikurs für Kinder-/Jugendliche in Hochficht abgesagt werden. Beide Kurse hätten von 2.-6.1.2007 stattfinden sollen. Der Alpinkurs für Erwachsene in Maria Alm ist mit heutigen Stand gesichert!
SPORTARTEN
Alpiner Skilauf
Eine visuelle Beeinträchtigung, egal ob schlecht sehend oder vollblind, ist weiters kein Problem, wenn es um Skifahren geht. Skifahren mit Blinden, vor einigen Jahrzehnten in Österreich "erfunden", wird heute in fast allen Ländern mit Wintersportmöglichkeiten, durchgeführt. Der wohl wichtigste Faktor für den Blinden ist dabei der sogenannte Begleitsportler. Diese Person fährt unmittelbar vor dem Blinden und muß diesem verbal alle Informationen liefern. Um der Gefahr entgegenzuwirken, dass ein blinder Skiläufer einen Hinweis des Begleitsportlers, aufgrund verschiedener anderer akustischer Wahrnehmungen, nicht oder falsch hört, gibt es technische Hilfen, wie Megaphon oder Funkanlagen. Funkanlagen werden in erster Linie bei Sehbehinderten verwendet, wobei der Sender bzw. der Empfänger im jeweiligen Helm eingebaut ist. Auf alle Fälle ist es unumgänglich, dass der Abstand zwischen dem Begleitsportler und dem Blinden oder Sehbehinderten auf ein Minimum gehalten wird. Im Besonderen bei nicht völlig blinden Skiläufern, die dem Begleitläufer audiovisuell folgen.
Wie im Straßenverkehr ist auch auf der Skipiste eine Kennzeichnung des blinden Sportlers unbedingt erforderlich. Durch den sogenannten "Maikäfer" (drei schwarze Punkte auf gelben Grund) ist der blinde Skifahrer von jeglichem Pistenbenützer als solcher erkennbar.
Nordischer Skilauf
Bei der Führung von Sehbehinderten läuft der Begleiter ca. 3 m vor dem Athleten und weist ihm so die Richtung. Besondere Hindernisse wie z.B. Abfahrten, Kurven, Übergänge, Mulden, Eis usw. werden dem sehbehinderten Sportler rechtzeitig angesagt, damit dieser seine Lauftechnik und seine Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen kann. Während also bei Sehbehinderten noch der visuelle Kontakt im Vordergrund steht, orientiert sich der vollblinde Langläufer nach seinem Gehör. Hier bleibt der Begleitsportler meist an dessen Seite, um so einen besseren akustischen Kontakt herzustellen, aber auch um im Falle von besonders schwierigen Passagen den Blinden mit der Hand an dessen Stock sicher führen zu können. Auf diese Weise können auch Abfahrten gefahrlos und mit höherem Tempo bewältigt werden.
Biathlon
Neben dem Speziallanglauf gibt es noch den Biathlon, eine Kombination aus Langlaufen und Schießen. Dabei sind jeweils nach 2,5 Kilometern 5 Schüsse an einem speziellen Luftgewehrschießstand für Blinde auf ein 10 m entferntes Ziel mit 4 cm Durchmesser abzugeben. Das Gewehr, das fix am Schießstand bleibt, verfügt über eine akustische Zieleinrichtung, die das von der Zielscheibe reflektierte Licht in durch Kopfhörer wahrnehmbare Signale umwandelt. Nähere Informationen zum Thema Schiessen siehe unter "Sportschiessen".
Tandem-Snowboard
Völlig ungefährlich! Snowboardtandemfahren ist ein ungefährliches Unterfangen. Ein speziell ausgebildeter und geprüfter Snowboardinstruktor steht in Front und begleitet den "Fahrgast" bei den ersten Rutschübungen und später durch die ersten gerutschten Schwünge am Snowboard. Der Instruktor kontrolliert und steuert die Bewegungen, gibt Tipps und versucht bestehende Ängste abzubauen. Sind die ersten Schwünge noch ein bisschen steif und ängstlich, so entsteht schon bald eine gewisse Sicherheit. Der Fahrgast übernimmt immer mehr das Kommando, bestimmt Tempo und Rhythmus und spürt schon nach einer Abfahrt den Spirit des Snowboardens und die reine Freude an der Fliehkraft.
Die Einsatzmöglichkeiten des Tandemboards sind weit gesteckt. Zusammen mit einem geprüften Tandeminstruktor kann jeder, wirklich jeder, diese neue Sportart ausprobieren. Der Anfänger bekommt sein erstes Fahrerlebnis. Der Fortgeschrittene spürt erstmals die Kräfte beim Carving.
Ein normales Snowboard ist den enormen Belastungen von zwei Fahrern natürlich nicht gewachsen. Deshalb wurde dafür ein spezielles Board entwickelt. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Haltbarkeit bzw. die Widerstandsfähigkeit gegen Bruch gelegt. Flexmuster, Härte und Torsionssteifigkeit wurden den erhöhten Anforderungen angepasst. So hat das Tandemsnowboard eine, für Alpinboards normale Länge von 167 cm, ist jedoch besonders hart und etwas schwerer.
Leichtathletik
Leichtathletik ist eine Wurzel dessen, was Menschen unter Sport verstehen. Sie ist transparent und leicht nachvollziehbar und sie besticht in der Eindeutigkeit und Objektivität ihrer Ergebnisse. Leichtathletik ist ein Sport zum Mitmachen und Zuschauen. Laufen, Springen und Werfen, das ist Leichtathletik. Laufen, Springen und Werfen, das sind aber auch die Grundelemente vieler anderer Sportarten. Schnell zu laufen, aus eigener Kraft zu fliegen (das ist Springen) oder einen Gegenstand fliegen zu lassen (das ist Werfen), fasziniert kleine Kinder genauso wie ältere Menschen. Jeder kennt Leichtathletik aus eigenem Erleben, während der Schulzeit, aus den Medien oder als Zuschauer. Leichtathletik ist leicht erlernbar und besticht durch ihre Unkompliziertheit.
Wer zuerst das Ziel erreicht hat, ist Sieger. Gewonnen hat, wer am höchsten springt oder am weitesten wirft. Aber auch die persönliche, von anderen unabhängig gesehene Bestleistung kann ein Maßstab sein. Die Objektivität der Messung mit Stoppuhr und Maßband bewirkt, daß gerade die Leichtathletik als sehr faire Sportart bewertet wird. Leichtathletik fördert nicht nur eine der motorischen Grundeigenschaften, sondern alle. Leichtathletik zählt mit Sicherheit zu einer der spektakulärsten Sportart der Blinden und Sehbehinderten.
Schwimmen
Diese Sportart zählt zu einer der ersten, die von Blinden und Sehbehinderten betrieben wurde. Da Blinde und Sehbehinderte meistens einen sitzenden Beruf haben, ist Schwimmen eine geeignete Ausgleichsportart für sie, denn dadurch werden sämtliche Muskeln, die durch das Sitzen ermüden, wieder bewegt und gestärkt. Schwimmen fördert auch die Orientierung sowie Mobilität und Selbständigkeit von Blinden.
Judo
Heutzutage gibt es für visuell beeinträchtige Menschen viele Möglichkeiten, Sport zu betreiben. Eine jener Sportarten, die besonders für Blinde und Sehbehinderte geeignet ist, ist Judo. Fachleute teilen die Meinung, daß ein gut trainierter blinder Judoka kaum Nachteile gegenüber einem sehenden Judoka hat. Blinde haben ein ausgezeichnetes Gefühl für ihren Körper, mit dem sie jede Situation, jeden Angriff oft schneller erkennen können als ein Sehender. Judo entwickelt Selbstdisziplin und Achtung vor sich selbst und anderen. Konzentration und Führungsfertigkeiten werden ebenso erlernt und geschult, wie physische Koordination, Kraft und Flexibilität. Ein Sport, der aus einer Kampfkunst entstanden ist, entwickelt weiters vollständige Körperkontrolle, gutes Gleichgewicht und schnelle Reaktion.
Radsport
Jeder hat wohl schon einmal ein Tandem gesehen. Mit so einem "doppelten Fahrrad" ist es dem blinden? und sehbehinderten Sportler möglich zu radeln. Das einzig notwendige dafür, außer dem Tandem selbst, ist ein Pilotfahrer, der die Steuerung übernimmt.
Tandemfahren bietet sich in verschiedenen Formen an: zum einen, um einen Ausflug mit der Familie oder Freunden zu machen und zum anderen als Wettkampfsport. Wie es ein Rennfahrrad (einen Renner) gibt, gibt es ein Renntandem.
Sportschiessen
Es erscheint für Außenstehende nahezu unbegreiflich, wenn blinde Menschen den Schießsport ausüben. Blind sein und mit einen Luftdruckgewehr hantieren, widerspricht den Vorstellungen der meisten Mitmenschen. Und trotzdem hat gerade diese Sportart unter blinden Sportlern viele Freunde gefunden. Auf einem im Schießsport üblichen Luftdruckgewehr wird eine elektronische Zieleinrichtung montiert ? an Stelle von Kimme und Korn ?, die die unterschiedliche Färbung, der speziell für blinde Schützen entwickelten Zielscheibe in verschieden hohe Tönen umwandelt. Das Zentrum der Zielscheibe, der Zehner, ist weiß und erzeugt durch die Elektronik den höchsten Ton. Nach Außen hin werden die Ringe immer dünkler, was einen tieferen Ton ertönen läßt, somit kann der blinde Schütze sein Ziel "hören".
Ballsport
Torball/Goalball entwickelte sich in den sechziger Jahren aus dem Bestreben, auch für blinde und sehbehinderte Menschen ein Spiel mit dem Ball zu schaffen. Damit sehbehinderte Spieler eine gute Chance erhalten, einen geworfenen Ball auch fangen bzw. abwehren zu können, darf der Ball nicht durch die Luft geflogen kommen, sondern der Ball muß nahe dem Boden geführt werden. So verwendete man vorerst einen 2 kg schweren Medizinball, der relativ langsam anrollte und aufgrund seines Gewichtes wenig sprang. In der Folge kam ein 2 kg schwerer Gummiball zum Einsatz, in dessen inneren hörbare Glöckchen/Schellen eingearbeitet wurden. Parallel dazu entwickelte sich etwa seit Anfang der siebziger Jahre in manchen Ländern. wie Deutschland und Italien ein Ballspiel mit einem Klingelball, der nur ein Gewicht von 500 g aufweist. Aus dem Spiel mit dem 2 kg schweren Ball wurde die heutige paralympische Ballspieldisziplin "Goalball", das in ca. 40 Ländern der Erde praktiziert wird, und aus dem Spiel mit dem 500 g schweren Ball wurde "Torball". Kurzbeschreibung des Torballspieles:
Es wird von zwei Mannschaften mit je drei Spielern auf dem Boden von Sporthallen gespielt. Damit zwischen den Spielern Chancengleichheit besteht, müssen alle Spieler während des gesamten Spieles eine lichtundurchlässige Brille tragen. Auf jeder Schmalseite des rechteckigen Spielfeldes von 7 m x 16 m wird ein Tor errichtet. Gespielt wird mit einem Klingelball (Gewicht von 500 g), der während des Spieles, unterhalb von drei über das Spielfeld gespannten Leinen hindurch geworfen werden muß. Das Ziel des Spieles ist, den Ball so zu werfen, daß er die gegnerische Torlinie überquert, während die andere Mannschaft dies zu verhindern versucht, Im nächsten Spielzug übernimmt die verteidigende Mannschaft das Angriffsspiel und die vorherigen Angreifer verteidigen ihr Tor.
Weitere Angebote im Rahmen div. Sportwochen: Inlineskaten, Klettern, allgem. konditionelle Fertigkeiten, Fußball, Integrative Jugendgruppen
Was ist notwendig, um diverse Angebote des Fachausschusses für Blinden- und Sehbehindertensport des Österreichischen Behindertensportverbandes in Anspruch nehmen zu können?
Interessierte wenden sich an den jeweiligen Vertreter ihres Bundeslandes und werden in einem Verein der Sport für Blinde und Sehbehinderte anbietet, Mitglied. Jedes Mitglied erhält einen sogenannten Sportpass. Mit diesem ist einerseits jährlich ein praktischer Arzt aufzusuchen, der die grundsätzliche Sporttauglichkeit feststellt und andererseits ein Augenfacharzt, der die entsprechende Schadensklasse festlegt.

11.01.2007 - Der Salzburger Martin Steger erlitt bei einem Skiunfall in Obertauern eine Nasenbeinfraktur und eine starke Brustkorbprellung. Martin war mit seinem Begleitläufer Georg Buchsteiner am Mittwoch Nachmittag im Skigebiet Obtertauern unterwegs, als plötzlich ein anderer Skifahrer von der Seite in das Duo hineinraste.